die Hühner in April

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Es ist Zeit die ungeblütene Köpfe von Razza zu sammeln, die passen ganz gut in Omelette mit den Eiern von den zwei 1-jährige Hühner. Die zwei alte Tanten legen ab Anfang des Monates ziemlich genau jeweils ein Ei pro Tag, und scheinen ganz brav ein einziges legenplatz festgelegt zu haben, nämlich in einer alten Blechfass. Sobald jedoch die Tage gegen mitte des Monates heiss werden, die ziehen ihre Lieblingsplatz wieder in den Chicken-box in den Holzhäuschen, dabei geholfen von einem dazu von mir gelegenen Ei aus gebranntem Ton. Sie scheinen einen Instinkt zu besitzen, der sie dazu führt, Eier dort zu legen wo es schon Eier gelegt wurden.
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Die jüngere Kücken wurden allmählich gewöhnt, die Hühnerbestimmte Freifläche zwischen den Olivenbäume im Nordhälfte des Landes zu nutzen, ohne sich von den älteren Kücken und den ganz alten ganz niederzumachen. Ende März ein erstes Experiment, ihnen den Zugang zu den Südhälfte zu sperren,  führte zu einen gewaltigen Verhältnis von den Gockel, der so gut wie ihren ganzen Futter vernascht hat. Ich wäre sehr nah dabei gewesen, den 1-jährige Gockel ganz aus der Hühnerkolonie zu entfernen, oder gar erliegen, aber jemand hat mir darauf aufmerksam gemacht, dass in einer Gruppe die so frei und relativ unabhängig auf sich gelassen ist, die Vögel einen starken “Hüter” brauchen. Seitdem nenne ich den Gockel “der Mafia-Boss” oder “der Pate”, da die Funktionetwas dasselbe  ist wie in jener menschlichen Verhältnis: Schutz gegen Ausnutzung. Er ist übrigens verhältnismäßig so dick wie Marlon Brando nach dem gleichnamigen Spielfilm.
Anfang April habe ich etwas gesehen, das mich besonders beeindrückt hat: der Gockel ist gestiegen auf das arme Huhn, und seine hintere krallen tief in seinen seit Monaten geöffneten Seitenwunden gesteckt. nach einige Sekunden Amplex war er wieder hüpfend weiter weg, mit den Krallen von Blut beschmiert. In folge dieser Beobachtung habe ich das Huhn einige Tage alleine in den Hühnertraktor gestellt. Nach 2 Tage fing sie jedoch an, unförmige Eier zu legen. Erst eine Woche nachdem es wieder it den anderen frei war, konnte sie wieder normale Eier legen!
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Einige Tage danach, als die jüngere Kücken sich an das neue Revier gewöhnt hatten, bemerkte ich dass ein männchen unter ihnen kleiner als die anderen war, und dass er sich den anderen gegenüber auf einer schüchterne weise annährt hat. Ich habe gedacht, er soll einige zeit in Chickentraktor bleiben, und muss exklusiv mit speziellem Futter und Würmer versorgt werden, solange er nicht körperlich auf dem Niveau seiner Gesellen ist.
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Als ich ihn befreit habe, liess ihn noch ein nachmittag lang alleine in den humushaufen graben, damit er in einmal mehr würmer als alle anderen jenseits der Zaun bekommt.
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Was ich unter anderm noch beobachtet habe, die zwei Gruppen blieben rigoros getrennt voneinander, selbst Wochen nachdem sie dasselbe Revier teilten. In den jeweiligen Häuschen wo ich sie gestellt habe, dort übernachten Sie. Immer nach Gelegenheit tagsüber die stärkere Tiere schauen bei den jungeren Kücken vorbei, ob sie ihnen Futter abnehmen können; doch wenn es dunkel wird, jeder hat sein Zuhause, keiner schläft unter fremden Dach. Es ist als ob sie mit zwei unterschiedliche Sprachen kommunizieren würden.

Unter den Arbeiten des (teil-)monates vor dem Abreise musste ich mich um das Wasserversorgung für die Hühner kümmern: ein 1000lt Plastikbehälter mit am Wasserhahn befestigtem elektrische Timer müsste dafür sorgen, dass die Hühner täglich eine gewisse Menge Wasser bekommen.

 

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Über das Essen mache ich mir weniger Sorgen; vielleicht ohne Essensreste und ohne Maisfutter werden sie nicht dick, aber mit all die verfügbare Fläche (etwa ein Drittel Hektar) ein paar Monaten ohne externe Versorgung sollten sie überleben können. Ihre Hauptfunktion in dieser Zeit besteht nämlich nicht nur eventuell selber körperlich heranwachsen und damit bereit für die Schlachtung gegen August-September zu sein, sondern viel mehr als Katalisator der Düngstoffen, die potentiell auf und um das Land sind, indem sie sie in den Boden fixieren, und dazu die Fläche zwischen den Olivenbäume von Nahrungsverbrauchende kompetitive Pflanzen frei halten, wie Dornen, und wilde Getreidearten.
Die Hühner werden also die ganze Zeit, wie Kühe und Schafe, in kleinem Ausmaß das Grass mit ihren Schnäbel schoren, und gleichzeitig mit ihren Kot das Boden düngen, das sie gerade aufrühren, mit der erhofften Ergebnis dass in November die Olivenernte reicher und gesunder als voriges Jahr sein werde.
Es ist nicht ganz zweifelsohne, da Hühner Hoftiere sind, ob sie sich trauen werden, weiterhin in lauf des Frühlings die ganze verfügbare Fläche zu streifen, wenn das Grass zu hoch wird für ihre Körper- und Sichthöhe.
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