März blüht das Herz

März war ein immerwährende meist rasche Abwechslung zwischen Sonne und stürmisches Regen. Zumindest hat man in lauf des Monates eine Anzahl an Regenfreie Tage, wobei gewisse arbeiten, wie Bäume mit Eisen besprühen, oder den Boden bearbeiten, überhaupt möglich waren.
Meine beinahe volle Aufmerksamkeit war – besonders in den ersten Monatshälfte – an die jetzt deutlich vergrösserte Hühnerherde. Durch die in Februar eingeführten Kücken (siehe dazu bilder in Februar-post), eine erste 10er Gruppe Anfang Februar und eine zweite ebenfalls 10-köpfige Gruppe etwa 2 Wochen später, gab es plötzlich viel zu tun, um die neue lebendige Tierchen in ihren neuen Umwelt safe einzuführen.
Sobald das aus Holz neu erbautes Hühnerhäuschen bereit dazu war, sind dahin gezogen die jüngere Kücken, die viel zu klein waren um die Fresskampf mit den grösseren Küchen und den 3 Erwachsenen zu halten. Bis dahin blieben sie in dem Haus aus Mauerwerk gesperrt, das eigentlich für uns Menschen bestimmt wäre.

Das neue Domizil, 1 mal 2 meter breit, 1,5 meter hoch, ist ausgestattet mit Tresen, Erdboden, runde Kornspender, und zwei verschiedene Hühnereingänge: die erste, die gleichzeitig auch Menschentür ist, ist geöffnet zu den südlichen Teil des Grundstückes, also das Areal das in der Regel nicht für Hühner bestimmt ist, da es dort auch Gemüse angebaut wird, die unter ihren grablustigen Krallen leiden würden; weitere Grund dazu, ihnen grundsätzlich den Süd-bereich versperren, es würde in meinem Plan bald in diesem Sektor ein kleines Wasserbiotop entstehen, das sich umso (kleiner desto) weniger an die 10 kleine kackende teufeln freut .

Die andere Eingang dagegen ist geöffnet zu den Nordteil, derjenigen der seit über sechs Monaten exklusiv zu den Hühner und den Olivenbäume gehört. Es misst über ein viertel Hektar, und darin wachsen in Reihen eben ganz alte Olivenbäume. Die Tatsache dass ab Anfang April 22 Hühner tagtäglich die Fläche streifen, sollte unter anderen dazu dienen, dass sich in Lauf des Frühlings kein so undurchdringliches Gestrüpp zwischen die Bäume bildet. Sie sollten dabei ihre Nahrung am Boden selber pflücken oder ausgraben, und eine menge Kot zur Wohl der Olivenfrüchte hinterlassen. Da ich in April dann für eine weile wegemigrieren muss, bereite ich allmählich das Areal so vor, dass in meiner Abwesenheit die Hühner beinahe selbständig sind… näheres im April-post.
Gegen Mitte März, die jüngeren Kücken sind also in das neue Holzhaus umgezogen, und allerdings dort noch ein paar Wochen lang von ihren räuberische und rücksichtslose Artgesellen völlig getrennt geblieben, die ihnen ansonsten das ganze Futter wegnehmen würden; ihnen steht in dieser Zeit teoretisch das ganze Südareal zur Verfügung, einschliesslich Kartoffel- und Saubohnenbeete, da der Zugang darin ihnen tag und nacht frei steht. Bloß bis ende des Monates sind sie noh zu klein und angstvoll, um sich weiter als einige meter von dem Haus zu entfernen.

Was den grösseren Kücken angeht, die werden ihrerseits von den zwei Hühner und besonders von dem einzig überlebte Gockel schikaniert, und können weiterhin nur dann essen, wenn die Erwachsene satt sind. Aber so ist es halt unter den Hühner, die leben unter eine strenge Hierarchie, also wortwörtlich die ältesten haben Vorrang, zumindest solange sie stark genug sind, um die Jüngeren mit dem spitzen Schnabel klein zu machen.

Deshalb, dass der Gockel besonders gewaltig war, beschloß ich, ihn eine gewisse Zeit in “Knast” zu stellen, im sog. “Hühnertraktor”, das ich letztes Jahr gebaut habe. Es handelt sich um einem tätsächlich auf Räder bewegliche 2mal1meter grosse Bodenlose Käfig, worin 1 bis 3 Tiere einige tage bis einige Wochen verbringen können, die gleichzeitig das Grass mähen und düngen, dort wo es gerade nötig ist.

Besonders nützlich in Frühling und Herbst, als das Grass rasch hochwächst, in diesem Fall dient es zusätzlich dazu, ein wenig mehr Freiheit für die -noch- schwachen Jungen zu erschaffen. Und kommt auch zur Erleichterung einer der zwei sexuell reife Hühner, die seit Januar daran leidet, dass der Gockel sie standig mit Gewalt nimmt, und wenn er bei jede sexuelle Handlung auf ihren Rücken springt, steckt er jedesmal seinen Dolchenartige Zehen in ihren Rückenfleisch.

In der letzte Woche März dachte ich mir, der Gockel ist aber ja derjeniger der in Januar heldenhaft die Hühner von einem nicht identifizierbaren eingedrungene Raubtier geschützt hat. Vielleicht es macht schon Sinn dass er zusammen mit den Kücken im Hühnerhaus ist, falls der Raubtier (vermutlich ein Iltis) wieder vorbeischaut. So habe ich den Gockel wieder die Freiheit gegeben, dafür sperrte ich in dem Traktor die zwei reife Hühner.
Die sehr kurze Augenblick, als der Gockel in seiner Hühnerrevier wieder fuß fasste, bevor die zwei Hühenr davon austraten, war ein sagenhaftes Zeichen des kommenden Frühlings: es ereignete sich eine atemberaubende Tanz, wobei das Männchen um das besser aussehende Huhn hüpfte und mit den Flügeln den Torero spielte.

Den zwei Legehennen ging es prima in den Käfig, die nicht beschandete unter ihnen gab auch täglich ihr Ei raus!

Ab mitte März fingen die Obstbäume allmählich an, Blumen zu tragen: zunächst die Pflaumenbäume, dann Pfirsich, Aprikose, und, unter den Kräuter, der Borretsch, die Salbei, der Rosmarin.

Unter den Grassblumen die erste waren Gänseblümchen und Löwenzahn. Aber überall dort, wo der Boden stark gepresst wurde (im Nordbereich, wo der Traktor die Fläche um die Bäume “gehobelt” hatte, wie auch wo es oft in winter drüber gelaufen wurde), dort erschien bald eine glänzende gelbe Blume, eine Art Fingerkraut, das anscheinend die Fuktion hat, das Boden aufzulockern für nachkommende Kräuter.

Im südlichen Bereich des Landes meine körperliche Arbeit bestand darin, die Erde zu pflügen, ein Teil der Humus dazufügen, die aus den Grasschnitt vergangenes August durch 6 monate lange Rotteprozess gewonnen wurde, um Saubohnen und Kartoffeln darin zu pflanzen.

In zwei verschiedene Beeten pflanzte ich also in Reihen Saubohnen. ich ging so vor: zunächt ganz tief mit einem schwere hacker pflügen, dann parallele Rinnen nebeneinander ausgraben. in den Rinnen ganz viel humus streuen, darin die Saubohnen mit a. 30 cm Abstand legen, dann noch darauf eine Menge trockenes strohartiges stoff (aus dem oberen schicht von dem Humushaufen entnommen).

Bei den Kartoffelnsaat musste ich die Arbeit auch noch in April fortsetzen, da die letzte Woche März sah ich mich schön mit Grippe infiziert.

Es war darüber hinaus die Zeit für die jährliche Pflege der Obstbäume: ein Birnenbaum, der Wild aus einer samen gewachsen ist, wurde mit einer andere fruchttragende sorte veredelt (schon letzte Jahr habe ich ein andere Ast derselben Baum mit eine Art aus Ligurien aufgepfropft); dann musste ich Eisen auf den Blätter der Citrusfrüchte sprühen, also den Zitronenbaum, den Apfelsinenbäume und den Orangenbäume. Dieselben Bäume und noch eine Reihe anderen musste ich schneiden, damit die Äste eine fruchttragende Richtung annehmen.
Im Lauf des Monates konnte man wegen der bedeutende Temperaturerhöhung die Holzheizung einstellen, und die letzte Gaben von Holzaschen in den Boden zurückbringen. Besonders die Olivenbäume, die Zitrusbäume und die Kartoffelnbeete genossen von diesem Kalihaltigen Düngemittel.
Was konnte man aus dem Land in März gewinnen?
– Jede Menge Zitronen, klein, gross, mehr oder weniger reif. damit konnte man unter anderen eine lokale Spülmittel herstellen, der aus geriebene ganze Zitronen, Weinessig, Salz und Wasser besteht.

– Eier: nach eine Phase mit wenig Essen und niedrige Temperaturen, jetzt mit den ersten Frühlingstagen fingen die zwei Hühner mehr oder weniger konstant jeweils ein Ei pro tag zu legen.
– “Razza”, ein kohlartiges Wildgewächs, davon isst man in Winter einschließlich März die krausige Blätter. Klein gehackt und mit den Eier wurde es beinahe täglich ein nahrungsvolles und schmackhaftes Omelette.

– Potentiell gab’s eine Menge Wildkräuter überall aus dem Erdboden, die man nach Lust und Laune in Unmengen hätte sammeln können: z.b. junge Lowenkraut, Chicken-weed, Borretsch, Salbei, Rossminze (und eine Menge die ich nicht kenne, die vielleicht auch essbar sind).
– Die allerletzten Apfelsinen des Jahres.

andere Dinge waren noch auf Vorrat aus Ernten vergangenes Jahres vorhanden, und März/April war die richtige Zeit, um sie aufzuessen: Knoblauch, in Gefrierschrank aufbewahrtes Hühnerfleisch, Marmeladen aus Maulbeeren, Brombeeren, Feigen, Orangen, Mirabellen.

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