Einführung in das erste Blog in (fast)Deutscher Sprache über Permacolture in Kalabrien

Auf diesem Blog wurde es etwa 9 Monate lang auf Italienisch für Italiener geschrieben. Ich schreibe nun von nun an in Deutschen, da dieser Stoff interessiert bestimmt einen grösseren Anzahl an Menschen jenseits der Alpen (von meiner jetzige Standort also nordenseits) in Vergleich mit den meisten Italienischen Benutzer des Internets.
Ich hafte auf diesem halbes Hektar großen, in der Ebene von Gioia Tauro -provinz Reggio Calabria- gelegenen Grundstück, jetzt seit über 14 monate mit einige Unterbrechungen, einmal zwischen September und Oktober vergangenes Jahres, einmal über das Jahreswechsel.
Meine Hoffnungen, daraus ein irdisches Paradies zu machen, eine Enklave von natürliche Vielfalt mitte in den subventionsabhängigen Olivenmonokoltur, der in der Gegend herrsch, sind zum Teil seit eine weile abgemildert, einerseits durch die Tatsache, dass um eine Landschaft umstrukturieren braucht man nicht nur ein genaues sorgfältig durchdachtes Plan (und ich habe nicht mal das), sondern auch Kapital, und wir befinden uns hier unten mit der Wirtschaftskrise, Steuererhöhungen und so weiter ja in einer Lage, die ähnlich wie die Nachkriegszeit ist, – bloß ohne Marshall-plan-Hilfe.
Andererseits, ich habe nach und nach festgestellt, wie die Umwelt -mehr als in der Theorie erläutert- die Beschaffenheit des Menschliches Handeln und Denken stark ausprägt, nicht weniger als bei Pflanzen und Tieren. Ich würde zur besseren Verständnis ein literarisches Hilfsmittel Empfehlen, ein Klassiker der Italienische Literatur des 20.n Jahrhunderts, “Il Gattopardo” von G.Tomasi di Lampedusa. Wenn auch der Deutscheste der Deutschen in Kalabrien jahrelang lebt, irgendwann wird er entweder sich in seine eigene Welt verkriechen, um nicht so Kalabresisch zu werden, oder sich in Einstimmung mit der Umgebende Biologischen und klimatischen Gegebenheiten dementsprechend anpassen: z.B. keine feste Terminen wahrnehmen (und wieso denn, wenn 6 monate lang ist das wetter extrem und überraschungsartig variabel, und die restliche 6 monate es ist zu warm um überhaupt tagsüber irgendwas wichiges zu machen?), nicht ohne fleisch und tierische Eiweiss auskommen können (dies scheint eine Kostante in Länder mit kalten und feuchten Wintern und heisse und extrem dürren Sommer, in beiden Zeiten ist wenig Gemüse vorhanden, während Tiere sind immer vorhanden), und vieles mehr, inklusiv vom Beschaffenheit des Territorium bedingte mafiose Einstellungen. Ich bin eben selber gerade in der Zustand “sich in seiner eigene Welt verkriechen, um nicht zu Kalabresisch zu werden“.
Ein Grossteil der Problem, der sogenannte Wirtschaftskrise, beruht darauf, dass die meisten Bürger noch nicht ihre alte Konsumgewohnheiten aufgeben, da sie denken, bald sei es wieder Aufschwung und Fülle wie 30 jahre her. Wir sind ja wie Hühner in Hühnerstall, die monatelang mit nahrungsreichen Tierfutter gut verwöhnt wurden und so gross geworden sind, und jetzt hat der bauer keine Subventionen mehr für den Futter, und sie müssen mit Würmer und Grass auskommen. Sie werden weniger essen, aber qualitativ besser und gesunder, sie werden arbeiten mit ihren herumwülse und graben, um ihren essen zu finden. Irgendwann werden sie auch sterben, aber wer oder was sie essen wird, wird selber es besser haben, als Hühnerfleisch mit einem komischen fischige Hintergeschmack zu verzehren (so schmeckt mir Hühner- und Putenfleisch, das man im lokalen Lidl-filiale kauft). Wenn wir in vergleich mit den Hühner, warten den futter ab, wenn eventuell wieder Subventionen für Futter gibt, wir verhungern bald, und wenn wir sterben unsere Kinder erben müglicherweise Vermögen der nicht mehr den wert sind, den wir bis heute schätzten. Wenn wir gleich anfangen, vererdete wege zu gehen, her aus dem Hühnerstall gehen und uns nach lokal vorhandene Resourcen umschauen, wir lernen etwas wichtiges aus der Krise, wie die Strategien des Ersparnis, die Freude mit niedrigem Verbrauch, das gegenseitige Hilfe in der lokale Gemeinschaft, die relative Unabhängigkeit von dem extern erworbene Waren. In diesem Sinne darstellt eine Krise für jedem eine wichtige Chance
Früher hat man z.B. ausländische Textilien gekauft, wenn man was besonderes haben wollte, wenn man sich das leisten konnte. Jetzt, zumindest hier in Süden, es ist ein absolutes Luxus kleider aus lokaler Produktion zu haben. Eine Region dessen industriebranche bis vor 100 jahren hauptsächlich aus Textilienerzeugung bestand, vor allem Wolle, hat jetzt kaum eine Hand voll Kleinbetriebe, die wolle bearbeite; geschweige von der tradiionelle ginster-Gewebehandwerk. Sobald jemand hier ein wenig Geld hat, er kauft etwas ausländisches, wie ein Auto oder ein I-phone, lieber als die eigene lokale wirtschaft mit dem Kauf (und Verkauf) von Lokalprodukte anzukürbeln.
Das bedeutet nicht -wohlgemerkt- dass die Bevölkerung sich unbedingt vorwiegend mit ausländische produkte ernährt, es ist ja eine landwirtschaftliche gegend- . alles jedoch, was nicht essbar ist, ist importiert, und wenn das jahrzenhtelang der trend war, kann man nachvollziehen dass die eher unproduktive Regionen des Südens jahrzenhtelang kaufkräftige Schuldner waren. Und nationalpolitisch war es auch der Trend – und ist leider immer noch- : den Süden Italiens untätig und bitterarm zu halten, einerseits um die Menschen leichter für den Mafien käuflich zu machen, andererseits um Ital-und Europäisch-Kontinentalen Wirtschaft ein riesiges Markt zu sichern.
Bei den letzten Nationalwahlen konnte man ganz deutlich erkennen, wie die Stimmen für Vertreter in Parlament der lokalen Mafien in den Wahlbezirken relativ hoch waren – Hier in Kalabrien werden sie zusamengefasst unter den begriff “Ndrangheta” – , während national gesehen vor allem Movimento 5 Stelle (die ANDERE Clowns) und die Mitte-Linken die beste Ergebnisse hatten.
Der oberste Befehl scheint es, den Süden (ab Rom südwärts) weiter als bitterarme, mittellose und deshalb käufliche Mülldeponie und kriminelle Periferie Europas zu pflegen, dazu schwer erreichbar, deshalb auch dermassen getrennt von Zentraleuropa wie schon jeder Dritte-Welt Land ist.
Als in Süddeutschland beheimatete Mensch ein Land in Süden Kalabriens zu pflegen, das ist geografisch gesehen nicht gerade dasselbe, als ein Land in Toskana oder am Gardasee zu betreuen. die Busreise hierher kostet von München aus etwa 100 euro und dauert zwischen 21 und 24 stunden. Fliegen ist teuer (und weit weniger umweltverträglich). Als Autofahrer es ist ein 2- bis 3 tage Reise. Wenn man fliegt, es gibt keine zuverlässige und regelmäßige öffentliche verkersmitteln, die nach Cittanova, oder eine andere gemeinde der Piana di Gioia Tauro führen. Man hat meistens nur die Wahl, ein Auto am Flughafen zu mieten.
Kalabrien ist in Vergleich mit Sizilien, oder Apulien, recht isoliert, durch geografische Gegebenheiten (es ist nicht nur eine Frage der lokale Mafien wenn die Autobahn, die ganze westliche Süditalien verbinden sollte, nach Jahrzente immer noch nicht fertig erbaut ist: die Appenninen hier sind besonders steil und undurchdringlich), und durch nationalen un internationalen wirtschaftliche Richtlinien. Aus dem einzigen Hafen für Personenverkehr in Kalabrien, eine Region deren Grenzen fast nur aus Meeresküste bestehen, führen ferries nur nach Messina -dem nächstliegende Hafen Siziliens, ein paar Kilometer entfernt- und nach den Liparischen Inseln (einem Touristenziel, nicht weit von Nordsizilianische und Westkalabresische Küsten. die Züge, die die Region mit Norditalien und den Kontinenten verbinden, sind weniger und weniger effizient, mehr und mehr gefährlich und umständlich. Keine direkte Züge oder Autobahne verbinden Kalabresischen Städte mit den Apulischen Städte östlich vom Jonischen Meer. Kaum ein Zug verbindet direkt südliche Kalabrien mit Norditalien. Wenn das Süden Italiens im 19.Jht die drittgrösste Wirtschaft Europas war, auch dadurch dass eine rege Schiffsverbindung zwischen den Haupthäfen Palermo, Reggio Calabria, Bari, Taranto und die Hauptstadt Neapel bestand, sowie Meeresrouten von den obergenannten Häfen zu den wichtigen Häfen der internationalen Wirtschaft. Heute ist Kalabrien nichts mehr als eine ferne peripherische Region, ähnlich wie Magdeburg für Westdeutschland. Nur, alleine die Autoreise nach Neapel, der nördwärts nächstliegende Metropole, darstellt ein langes Abenteuer, das oft die Nerven des Autofahrer hart auf die Probe stellt.
Seit Jahrzehnte, und heute der Trend ist nur noch stärker, wandern jüngere und ältere aus der Region aus, nach Nord-Italien, Rom oder dem Europäischen Ausland, um eine bessere Ausbildung, eine bessere medizinische Behandlung, einen besseren Job oder -besser gesagt- überhaupt einen Job zu bekommen.
Das alles um einen erstes, begrenztes Bild von der geo-politische lage zu schaffen.

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